Stadt Bürstadt

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    Meldungen und Termine

    Starkregenereignisse in Bobstadt

    Durch den Klimawandel nehmen Extremwetterphänomene wie zum Beispiel Starkregenereignisse extrem zu. Mit diesen gehen Gefahren für Menschen und auch Vermögen einher. Auch wir in Bürstadt sind in jüngster Vergangenheit verstärkt von Starkregenereignissen betroffen.
     
    Der 11. Juni 2018 und der 3. Juni 2019 liegen noch nicht lange zurück und sind den meisten Bürgerinnen und Bürgern in Bürstadt, Bobstadt und Riedrode sicherlich noch in schlechter Erinnerung. Wieder einmal tobten sich Starkregen über der Kernstadt und den Ortsteilen aus und sorgten für starke Überflutungen. 2018 war es vor allen Dingen Bobstadt, im folgenden Jahr Riedrode, wo die Feuerwehr ausrücken musste, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Und auch 2021 hat es Bürstadt wieder getroffen. Am 28. und 29. Juni traf es insbesondere die Kernstadt, wenige Tage zuvor musste die Feuerwehr in Bobstadt ausrücken.
     
    Die Nachbarkommunen sind ebenfalls häufig betroffen und im aktuellen Sommer vergeht kaum eine Woche, in der keine Unwetterwarnungen für das Rhein-Main-Gebiet ausgerufen werden. Das trägt keinesfalls zu einem sorgenfreien Sommergefühl bei. Sehr oft hört man nach den Überflutungen, dass die städtischen Kanäle zu klein sind und entsprechend vergrößert werden sollen. Doch ist das tatsächlich die Ursache und lassen sich die Abflüsse bei derartigen Unwettern gefahrlos im Kanalnetz ableiten? Die Antwort lautet „nein“, und zwar aus vielen Gründen.
     
    Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. Daher möchten wir uns in Bürstadt bewusst mit der Thematik Starkregen auseinandersetzen und die zuvor angesprochenen Gründe erläutern. Hierfür fand am Donnerstag, den 22.07.2021 eine Infoveranstaltung in der Sporthalle in Bobstadt statt. Das Ingenieurbüro Unger aus Darmstadt, vertreten von Herrn Joachim Kilian und Dr. Andreas Wetzstein begrüßte die rund 50 Besucherinnen und Besucher und führte durch den Abend.


    Von der Vermeidung von Abflüssen auf der einen Seite bis hin zum risikoangepassten Bauen auf der anderen Seite, der Rahmen möglicher Lösungen ist groß: infrastrukturbezogene, gewässerbezogene, flächenbezogene, objektbezogene und verhaltensbezogene Maßnahmen führen sicherlich nicht für sich allein zu einer Lösung des Problems. In Kombination tragen sie allerdings zu einer sinnvollen Überflutungsvorsorge in städtischen Räumen bei. Aber selbst nach Umsetzung aller geltenden Regeln der Technik und unter Berücksichtigung aller zu erwartenden Änderungen in den Regelwerken wird aus den Mitteln der öffentlichen Hand ein 100-prozentiger Schutz vor Überflutungsschäden niemals umzusetzen sein. Und spätestens ab diesem Punkt ist jeder Einzelne gefordert, sich über gezielten Objektschutz zu informieren und private Maßnahmen umzusetzen.
     
    Das Starkregenrisikomanagement ist eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Lassen Sie uns daher gemeinsam über mögliche Schutzmaßnahmen sprechen, um unsere Stadt in Zukunft besser vor etwaigen Gefahren zu schützen.

    Weitere Informationen

    Ansprechpartner

    Parlamentarisches Büro
    Timo Spreng
    Rathausstraße 2
    68642 Bürstadt
    Tel: 06206 / 701 – 237
    Fax: 06206 / 7017 - 237
    timo.spreng(@)buerstadt.de