Stadt Bürstadt

Rodungsarbeiten im Sportpark


Kategorie: Bürstadt Stadt Rathaus

Begleitet vom Umbau am Bubenlachring rollen auch auf dem Campus schon seit einiger Zeit die Baumaschinen und verändern altvertraute aber auch kaum mehr genutzte Strukturen und Kulissen. Bevor die eigentliche Neugestaltung beginnt, neue Aktivitätsräume und Ruheoasen, Pfade, Plätze und Strukturen entstehen können, müssen Flächen vorbereitet werden. Da wird viel Erde bewegt, es sind aber auch- neben einigem Erhalt - Grünstrukturen, Bäume und Sträucher zu roden.

Diese Rodungsarbeiten werden jetzt im Februar – vor Beginn der sogenannten Brut- und Setzzeit - von einer Fachfirma durchgeführt.

Im Bebauungsplan ist geregelt und verbindlich festgesetzt, dass dies nicht planlos und willkürlich geschieht, sondern gezielt und mit Augenmaß: Im Umweltbericht zum Bebauungsplan und der zugehörigen Artenschutzprüfung sind die vorhandenen, die zu erhaltenden und die zu rodenden Gehölze und Bäume genau dargestellt und umfangreiche Artenschutzmaßnahmen, wie auch Rodungsfristen, benannt und verbindlich festgelegt. Eine „ökologische Baubegleitung“ wird eingesetzt. Um insbesondere Vögel und Fledermäuse zu schonen, sind „Habitatbäume“ mit entsprechenden Höhlen und Spalten von einem Fachmann im Vorfeld der Rodungen festzustellen, zu überprüfen, und es sind im Gebiet ausreichend Nisthilfen für entfallende Strukturen zu schaffen bevor die Brutzeit beginnt. Desgleichen werden Vorkommen des geschützten Heldbocks, einer Käferart, oder der Haselmaus, einer Art aus der Familie der Bilche, durch entsprechende Maßnahmen adäquat berücksichtigt.

Damit "im Eifer des Gefechts" sensible Tiere bzw. ihre Behausungen nicht unter die Räder geraten, war die „ökoklogische Baubegleitung“ bereits im Januar im Gelände: Aktuell kontrollierte Bäume wurden mit einem grünen Punkt versehen und „Habiatbäume“ besonders gekennzeichnet.

Insgesamt sind von den rund 200 erfassten Bäumen im Sportpark ca. 80 zur Rodung vorgesehen. 120 bleiben erhalten und rund 150 Bäume werden im Zuge der späteren Gestaltung neu gepflanzt. Es wird also letztlich 70 Bäume mehr geben als heute.

Rodungen auch in der Nibelungenstraße

Auch die Nibelungenstraße steht vor qualitätssteigernden Veränderungen.
Im Vorfeld dieses Umbaus sind – zur Schonung der Tierwelt noch vor der Brutzeit - auch hier einige Bäume, durchweg Robinien, zu roden. Insgesamt sechs teilweise nur noch eingeschränkt vitale Robinien werden entfernt. Alle Abgänge werden im Zuge der Neugestaltung ersetzt. Diesen neuen Bäumen kommt dabei ein größerer Wurzelraum und ein deutlich tieferer Erdanschluss zugute, so dass diese bessere Entwicklungsbedingungen haben werden.

Insgesamt sind letztlich zwischen Mainstraße und Marktstraße neben den Ersatzbäumen drei verbleibende und sechs weitere Neupflanzungen zu bilanzieren. Im nächsten Schritt kommen im bislang baumlosen Abschnitt der Nibelungenstraße bis zur Eisenbahn dann weitere neue Bäume hinzu, um auch diesen Teil durch mehr Stadtgrün aufzuwerten.