Stadt Bürstadt

Bürstadt will „Gesunde Stadt“ werden


Stadt Kategorie: Bürstadt , Stadt, Rathaus

14.11.2017 | 

Neuaufnahme in das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt / Hauptthemen sind Integration und Bildung / Sport- und Bildungscampus soll errichtet werden

Bürstadt will den sozialen Zusammenhalt weiter stärken. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, hat sich die Stadt für das Programm „Soziale Stadt“ beworben – mit Erfolg. Am Mittwoch, 08. November 2017, übergab Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz den Aufnahmebescheid in Höhe von 101.000 Euro an Bürgermeistern Barbara Schader. „Unsere Stadt steht vor vielfältigen Herausforderungen in den Bereichen Integration, sozialer Zusammenhalt und Bildung. Wir wollen uns mit Hilfe des Programms künftig als gesundheitsfördernde Kommune aufstellen und dafür eine Agenda von Initiativen und Maßnahmen unter diesem Themendach entwickeln. Dabei geht es uns darum, einen Prozess in Gang setzen, bei dem gemeinsam mit den Menschen ihr Stadtteil entwickelt wird.“ Bei der erfolgreichen Antragsstellung wurde die Kommune von der NH ProjektStadt unterstützt. Gemeinsam konnte man bereits im Programm „Aktive Kernbereiche“ bedeutende Projekte für die Innenstadtentwicklung realisieren und initiieren.

„Soziale Stadt“ beginnt mit dem ISEK

Bürgermeisterin Schader hatte sich von Beginn an für dieses Projekt engagiert. Sie möchte nun mit der finanziellen Unterstützung durch das Land und vielfältigen Vorhaben eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Quartier erreichen. Mit der Entwicklung von gemeinschaftlichen, gesundheitsfördernden Maßnahmen möchte man eine präventive Grundlage für eine soziale Stadt schaffen. Als Pilotmaßnahme ist die Errichtung eines Bildungs- und Sportcampus vorgesehen. Weitere Schwerpunkte sollen die Modernisierung des Jugendhauses, die Gestaltung öffentlicher Räume sowie die vernetzte Integrationsarbeit bezüglich Bildung, Sport, bürgerschaftlichem Engagement und Beschäftigung sein. Das Programm Soziale Stadt ist auf eine Laufzeit von 10 Jahren ausgerichtet. Grundlage für alle geplanten Maßnahmen bildet ein so genanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das den Handlungsrahmen der städtebaulichen Entwicklung vorgeben wird. Neben der Formulierung von Leitbildern, Zielen und Handlungsfeldern sollen im Rahmen des Prozesses gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowohl im städtebaulichen als auch im sozialen Bereich wichtige Projekte für die Kommune auf die Beine gestellt werden. Die Stadt möchte dabei ein verstärktes Gewicht auf Beteiligung und Aktivierung der Bewohner legen, die nicht über eigene Netzwerke verfügen. Nur so entsteht Akzeptanz, Identifikation und Engagement für das eigene Wohnumfeld. Nicht übereinander, sondern miteinander reden und zusammenarbeiten lautet daher die Formel für ein zukünftig funktionierendes Stadtteilleben in Bürstadt. Der Startschuss für die Erarbeitung des ISEK soll bereits im Frühjahr 2018 erfolgen.