Stadt Bürstadt

Am 22. Mai 2019, um 19:30 Uhr, findet im Bürgerhaussaal Bürstadt eine Bürgerversammlung zur geplanten Umgestaltung der Nibelungenstraße statt.

Zuvor findet um 18:30 Uhr eine Begehung im Kreuzungsbereich Nibelungenstraße/Mainstraße statt.
Dort wird der geplante Kreisverkehr im Straßenraum zur Ansicht markiert.

Den Bürgerinnen und Bürger soll die Möglichkeit einer aktiven Teilnahme ermöglicht werden.

Aus diesem Grund sind die aktuelle Planung zur Umgestaltung der Nibelungenstraße als auch die wichtigsten Fragen incl. der dazugehörigen Antworten zu dem umfangreichen Sachverhalt auf dieser Homepage veröffentlicht.

Sollten darüber hinaus noch weitere Fragen bestehen, richten Sie diese bitte bis 20. Mai 2019 per Mail an die Stadt Bürstadt (timo.spreng(at)buerstadt.de), damit diese im Rahmen der Bürgerversammlung beantwortet werden können.

Die Stadt Bürstadt freut sich auf eine rege Teilnahme der Bevölkerung.

Das Planungskonzept kann hier eingesehen werden (bitte klicken).

 

Nachfolgende die wichtigsten Fragen und Antworten zur Umgestaltung der Nibelungenstraße (FAQ)

FAQ

Woher ergeben sich die Zielsetzungen für die Umgestaltung der Nibelungenstraße und welche sind dies?

Woher ergeben sich die Zielsetzungen für die Umgestaltung der Nibelungenstraße und welche sind dies?

Die Zielsetzungen ergeben sich aus a) dem Integrierten Handlungskonzept der Aktiven Kernbereiche (IHK; 2010), b) dem „Grobkonzept mit Eckpunkten der Innenstadtgestaltung“ (2012) sowie c) dem Bürgerworkshop vom 13.03.2017 (Teilnehmer: ca. 50 Anwohner und Geschäftsinhaber, Politik, LoPa), die Grundlage der weiteren Beschlüsse und damit der Planungsvorgaben waren.

Inhalte des IHK (Beschluss Mai 2010):

     • Handlungsschwerpunkt sind der verkehrsberuhigt ausgebaute Bereich der 
        Nibelungenstraße sowie das „Haag´sche Gelände“.
     • Beide Bereiche sollen im Rahmen einer Gesamtkonzeption funktional und
        gestalterisch zusammengeführt und

     • als gewerblicher und kommunikativer Mittelpunkt und Anker der Innenstadt
        entwickelt werden.
     • Ziel: gestalterische Aufwertung durch Schaffung von Sitzgelegenheiten, Setzen
        von Spielpunkten sowie Verbesserung der Beleuchtung
     • Ziel: Stärkung des nicht motorisierten Verkehrs.
     • Ziel: Stärkung des Geschäftszentrums in der Innenstadt

Eckpunkte Grobkonzept Innenstadtgestaltung (Beschluss März 2012):

     • Café / gastronomischer Betrieb im Bereich der Wilhelminenstraße 12
     • Bau einer Markthalle im Bereich des neuen Cafés / gastronomischen Betriebs zur
        Bildung einer Raumkante
     • Die Nibelungenstraße bleibt temporeduzierte Straße mit Einrichtungsverkehr.
     • In der Wilhelminenstraße soll gegenläufiger Radverkehr ermöglicht werden.
     • Das auf Grund der Planung reduzierte Parkraumangebot wird als ausreichend
        erachtet.
     • Die Keilmannhalle sowie das Gebäude Wilhelminenstraße 14 sind zum Abbruch
        vorgesehen.
     • Als Verbindungsstück zwischen Nibelungenstraße und Haag´schem Gelände wird
        das Grundstück Nibelungenstraße 63 festgelegt.
     • In der Planung ist im Bereich der jetzigen „Keilmannhalle“ ein Grün- und 
        Freibereich mit Aufenthaltsqualität und Sitzmöglichkeiten anzuordnen.

Ergebnisse des Bürger-Workshops vom 13.03.2017

     • Beibehaltung der Einbahnstraße
     • Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten
     • Erhöhung der Aufenthaltsqualität
     • Stärkung des Radverkehrs
     • Erhöhte Sicherheit für Fußgänger
     • Erhalt von Pkw-Stellplätzen
     • Erhalt bzw. Neupflanzung von Bäumen
     • Einbindung des Marktplatzes
     • Verbesserungen für Außengastronomie (Erhalt Café am historischen Rathaus)

Was sieht die Umbauplanung für den Abschnitt zwischen Mainstraße und Marktstraße vor?

Was sieht die Umbauplanung für den Abschnitt zwischen Mainstraße und Marktstraße vor?

  • Die Umbauplanung sieht die Aufhebung der bisherigen durchgehenden Pflasterung von Fahrbahn und Gehwegen vor. Es ist eine Trennung von Gehwegen und Fahrbahn in Material und Farbigkeit vorgesehen, um die Sicherheit der Fußgänger zu erhöhen. Die Fahrbahn soll in Asphalt ausgeführt werden, die Gehwege sollen gepflastert werden.
  • Die Fahrbahn ist in der Breite von 4,60 m geplant, um für Radfahrende und Kfz-Fahrende mehr Platz und Übersicht als im Bestand zu ermöglichen. Zurzeit ist die Fahrbahn nur 3,30 m breit.
  • Der Gehweg weist weitestgehend eine Breite von über 2,00 m auf, an Aufweitungen werden über 4,00 m erreicht. Im Bestand bestehen dagegen engere Stellen von nur 1,60 m Breite.
  • Die Parkplätze sollen nicht mehr als Schrägparker, sondern als Längsparker (parallel zur Fahrbahn) angeordnet werden, um Gehwege verbreitern und Gefahrensituationen beim Ausparken für Radfahrer vermindern zu können.
  • Der Straßenraum soll durch Baumpflanzungen gegliedert werden.
  • Der Knotenpunkt mit der Mainstraße wird mit einem Mini-Kreisverkehrsplatz mit überfahrbarer Mittelinsel hergestellt.

Was ändert sich hier im Hinblick auf die Verkehrsführung im Vergleich zur Ist-Situation?

Was ändert sich hier im Hinblick auf die Verkehrsführung im Vergleich zur Ist-Situation?

Es ergeben sich keine grundsätzlichen Änderungen im Hinblick auf die Verkehrsführung. Die Einbahnstraße bleibt erhalten; den Fahrradfahrern wird weiterhin erlaubt, in die Gegenrichtung einzufahren. Die bisher auf 20 km/h festgelegte Geschwindigkeit im verkehrsberuhigten Geschäftsbereich soll erhalten bleiben.

Im Vergleich zur Ist-Situation ergeben sich folgende Veränderungen:

     • Fußgänger werden eindeutig auf einem Gehweg separat geführt, um deren
        Sicherheit zu erhöhen.
     • Die in die Nibelungenstraße von der Mainstraße einfahrenden Radfahrer werden
        durch einen Fahrbahnteiler geführt. Dies erhöht deren Sicherheit, da sie in die
        entgegen der allgemeinen Fahrtrichtung führende Straße einfahren. Gleichzeitig
        werden die bisher an dieser Stelle auftretenden Konflikte zwischen Fußgängern
        und Radfahrern behoben.
     • Für Radfahrende, die entgegen der Fahrtrichtung fahren kann ein separater
        Fahrradstreifen markiert werden. Kfz und Fahrräder, die in Richtung der
        Einbahnstraße fahren, sollen sich gleichberechtigt auf der gemeinsamen Fahrbahn
        bewegen.
     • An der Einmündung Mainstraße soll die Vorfahrtsregelung geändert werden: Hier
        soll die abknickende Vorfahrt aufgegeben werden und die Vorfahrt nunmehr auf
        der Nibelungenstraße im geraden Verlauf erfolgen. Kfz, die aus der Marktstraße in
        die Nibelungenstraße einbiegen möchten, müssen dann warten. Dies soll vor allem
        dem Radverkehr auf der Nibelungenstraße zu Gute kommen.

Welchen Stellenwert nimmt das Fahrrad als Verkehrsmittel in den planerischen Überlegungen für die Nibelungenstraße ein?

Welchen Stellenwert nimmt das Fahrrad als Verkehrsmittel in den planerischen Überlegungen für die Nibelungenstraße ein?

  • Grundüberlegung bei der Planung ist, dass alle Bürgerinnen und Bürger sichere und komfortable Bedingungen vorfinden sollen, um in die Innenstadt zu gelangen – egal, welches Verkehrsmittel sie wählen. Zudem ist daran zu denken, dass der öffentliche Raum grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen sollte – vielerorts hatte man in den letzten Jahrzehnten aber eher den störungsfreien Verkehrsfluss für Kraftfahrzeuge im Blick. Die Nibelungenstraße soll in Zukunft aber vielmehr eine „Straße für alle“ sein.
  • Die Voraussetzungen, sich mit dem Fahrrad in Bürstadt fortzubewegen sind grundsätzlich sehr gut: Das Zentrum ist für viele Bewohnerinnen und Bewohner nicht weiter als 1,5 km entfernt, und die Wege sind ganz ohne Steigungen zu bewältigen. Allerdings ergeben sich für Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf Sicherheit und Komfort wenig Anreize, das Fahrrad in der Stadt häufiger zu benutzen, da es regelmäßig zu Konfliktsituationen insbesondere mit dem motorisierten Verkehr kommt.
  • Ziel ist es daher, die Voraussetzungen für den Fahrradverkehr in der gesamten Nibelungenstraße als wichtigste Ost-West-Verbindung, die vom Ortseingang direkt in die Innenstadt führt aber auch Teil von regionalen Radrouten ist, zu verbessern. Hierzu sind Maßnahmen der Geschwindigkeitsreduzierung und Beschilderung und - sofern möglich – auch die Anlage von Fahrradstreifen vorgesehen. Im Abschnitt zwischen Mainstraße und Marktstraße kann dabei für die Fahrradfahrer, die entgegen der Pkw-Fahrtrichtung fahren, ein separater Fahrradstreifen eingerichtet werden.
  • Die Vorteile für die Stadt und für den Einzelnen sind dabei nicht zu unterschätzen: Reduzierte Lärm- und Abgasemissionen; mehr Bewegung im Alltag, Verminderung von Stau und Parksuchverkehr sowie Chancengleichheit – denn nicht jeder besitzt ein Auto oder einen Führerschein.

Welche Verbesserungen können durch die Umplanung für den Fußgänger erreicht werden?

Welche Verbesserungen können durch die Umplanung für den Fußgänger erreicht werden?

  • Durch die getrennte Führung von der Fahrbahn soll die Sicherheit der Fußgänger erhöht werden. Fahrräder, die von Westen entgegen der vorherrschenden Fahrtrichtung einfahren, werden eindeutig auf der Fahrbahn geleitet und gelangen nicht mehr auf den Gehweg.
  • Die Gehwege werden grundsätzlich breiter und damit für die Begegnung mit Kinderwägen oder Rollatoren komfortabler. Hier können zudem Sitzmöglichkeiten sowie Spiel- und Bewegungselemente angeordnet werden, die insbesondere den Bedürfnissen der Fußgänger dienen.
  • Auch die Fußwegeverbindung vom Marktplatz bis zur Post soll durch die Verbesserungen in der Nibelungenstraße gestärkt werden.

Kommt man zukünftig auch besser mit dem Bus in die Innenstadt?

Kommt man zukünftig auch besser mit dem Bus in die Innenstadt?

  • Die Erreichbarkeit der Innenstadt soll für alle Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Elementarer Bestandteil ist dabei die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV. Der Verkehrsverbund Rhein Neckar (vrn), der Betreiber der Buslinien, hat einer zweite Stadtbuslinie eingeführt, um das ÖPNV-Angebots in Bürstadt zu verbessern.
  • Im Zuge der neuen Linienführung wird daher eine barrierefreie Bushaltestelle im Geschäftsbereich der Nibelungenstraße zwischen Markstraße und Mainstraße erforderlich. Diese soll vor der Mauer der Haus-Nr. 58 (Mauer mit Schaukästen) angeordnet werden. Dieser Standort gewährleistet die Nähe zum Marktplatz-Durchgang sowie die Errichtung eines Fahrgastunterstands als Witterungsschutz.

Sind auch für weitere Abschnitte der Nibelungenstraße Umgestaltungs- oder Umbaumaßnahmen geplant?

Sind auch für weitere Abschnitte der Nibelungenstraße Umgestaltungs- oder Umbaumaßnahmen geplant?

  • Für den innerstädtischen Abschnitt zwischen Marktstraße und Viadukt sollen ebenfalls Überlegungen zur Aufwertung angestellt werden. Da die Straße in diesem Bereich noch einen guten Zustand aufweist, sollen hier jedoch keine umfangreichen Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Ziel sind punktuelle Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, so dass das Gestaltungskonzept der Innenstadt weitergezogen und der Fahrradverkehr gestärkt wird.
  • Östlich des Viadukts sind umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen geplant, die die Nibelungenstraße selbst als auch wichtige Kreuzungspunkte (z.B. Forsthausstraße, Wasserwerkstraße) betreffen. Konkrete Planungen hierzu sind noch nicht angelaufen.

Was bedeutet die Umgestaltung für die Erreichbarkeit mit dem Pkw? Wieviel Parkplätze bestehen im Bestand, wieviel sollen nach Vorschlag der vorliegenden Planung geschaffen werden?

Was bedeutet die Umgestaltung für die Erreichbarkeit mit dem Pkw? Wieviel Parkplätze bestehen im Bestand, wieviel sollen nach Vorschlag der vorliegenden Planung geschaffen werden?

  • Pkw-Nutzer gelangen wie bisher in die Innenstadt; durch dem Umbau ergeben sich keinerlei zusätzliche Einschränkungen für den Pkw-Verkehr. Ziel ist es, einen Straßenraum zu gestalten, der übersichtlicher als bisher ist und der allen Verkehrsteilnehmenden die Möglichkeit bietet, in die Stadt zu gelangen. Daher ist gegenseitige Rücksicht geboten.
  • Da die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Pkw auch zukünftig von Bedeutung ist, wird auch die Anzahl der Parkplätze im Abschnitt zwischen Mainstraße und Marktstraße erhalten: hier sind derzeit 10 Parkplätze im Straßenraum vorhanden. Die Planung sieht ebenfalls 10 Parkplätze vor.

Bestehen genug Parkplätze in der Innenstadt zur Erledigung der Einkäufe, Bankbesuche, Arztbesuche etc.?

Bestehen genug Parkplätze in der Innenstadt zur Erledigung der Einkäufe, Bankbesuche, Arztbesuche etc.?

  • Im Nahbereich der Nibelungenstraße (verkehrsberuhigter Bereich) und des Marktplatzes bestehen derzeit ca. 150 öffentliche Parkstände im Straßenraum sowie auf Parkplätzen der Innenstadt (Nibelungenstraße, Marktplatz, kleiner Marktplatz, Marktstraße, Mainstraße/ “Heiser&Friedrich“, Parkplatz Mainstraße, Post, Sparkasse, Luisenstraße). Hinzu kommen öffentliche Parkplätze in der Nibelungenstraße (Bereich bis Viadukt) und der Andreasstraße sowie private Parkplätze wie z.B. des Treff 3000, der Raiffeisenbank, der Marienapotheke.
  • Ziel der Planung ist es, neben dem Erhalt der guten Situation für den Kfz-Verkehr insbesondere die Erreichbarkeit für die Nutzer anderer Verkehrsmittel (Fahrrad, Bus) sowie Fußgänger zu verbessern. Für diese Verkehrsteilnehmer sind die Möglichkeiten bisher nicht ausreichend ausgebildet, so dass sich ein größerer Handlungsbedarf als für Kfz-Nutzer ergibt.

Könnten nicht noch mehr Parkplätze in der Nibelungenstraße errichtet werden?

Könnten nicht noch mehr Parkplätze in der Nibelungenstraße errichtet werden?

  • Die Möglichkeiten der Anordnung von Parkplätzen sind insbesondere durch die Hofeinfahrten begrenzt.
  • Neben den Flächen für den ruhenden Kfz-Verkehr sind im öffentlichen Raum auch weitere Elemente der infrastrukturellen Ausstattung und Gestaltung unterzubringen: Neben einer neuen Bushaltestelle sind auch Abstellanlagen für Fahrräder sowie Straßenleuchten vorzusehen. Die Pflanzung von Bäumen hat positive Auswirkungen auf das städtische Kleinklima sowie das Erscheinungsbild der Straße. Sitzmöglichkeiten sowie Spiel- und Bewegungselemente dienen den Bedürfnissen der Fußgänger. Zudem sind Flächen für Warenauslagen und Außengastronomie vorzuhalten.

Sind auch Stellplätze für Fahrräder vorgesehen?

Sind auch Stellplätze für Fahrräder vorgesehen?

Da die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessert werden soll und dies sich auf alle Verkehrsarten bezieht, sollen auch weitere Stellplätze für Fahrräder in der Nibelungenstraße angeordnet werden.

Welchen Beitrag kann die Planung zur Aufwertung des Stadtbildes und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität leisten?

Welchen Beitrag kann die Planung zur Aufwertung des Stadtbildes und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität leisten?

  • Die Umbauplanung sieht vor, das Gestaltungskonzept des Marktplatzes und des Bahnhofsumfeldes fortzusetzen. So sollen die Gehwege im gleichen Stil wie der Bereich des Marktplatzes gepflastert werden.
  • Die Gehwege werden in einer komfortableren Breite ausgeführt; dies ermöglicht auch die Anordnung von Sitzmöglichkeiten, Spielpunkten oder gastronomischen Freisitzen.
  • Der Platzbereich am historischen Rathaus wird neu gestaltet, um dem denkmalgeschützten Gebäude gerechter zu werden und einen attraktiven Freisitz für das Café zu schaffen.
  • Baumpflanzungen sollen den Straßenraum gestalterisch aufwerten.
  • Auch der geplante Kreisel bildet durch seine Form gestalterisch einen Platz aus und kann daher einen Beitrag zur Aufwertung der öffentlichen Flächen rund um das historische Rathaus leisten.

Weshalb wird vorgeschlagen, den Knotenpunkt Mainstraße umzugestalten und einen Kreisverkehr einzurichten? Was verändert sich durch den Kreisverkehr für Autofahrer ?

Weshalb wird vorgeschlagen, den Knotenpunkt Mainstraße umzugestalten und einen Kreisverkehr einzurichten? Was verändert sich durch den Kreisverkehr für Autofahrer ?

  • Durch die Einrichtung eines Kreisverkehrs kann der bisher regelmäßig auftretende Kfz-Rückstau, der sich an der Einmündung Mainstraße aufgrund der Vorfahrtsregel am historischen Rathaus bildet, deutlich reduziert werden. Es konnte rechnerisch nachgewiesen werden, dass der Verkehr an dieser Einmündung flüssiger abgewickelt werden kann. Der Knotenpunkt wird damit leistungsfähiger. Für die Kfz verringern sich damit die Wartezeiten in der Nibelungenstraße. Es handelt sich um einen sog. „Minikreisel“.
  • Der Kreisverkehr besitzt zudem eine geschwindigkeitsreduzierende Wirkung.

Mini-Kreisverkehr ? – Welche Kraftfahrzeuge können denn durch den Kreisel fahren?

Mini-Kreisverkehr ? – Welche Kraftfahrzeuge können denn durch den Kreisel fahren?

Selbstverständlich wird der Kreisverkehr so ausgebaut, dass auch weiterhin alle Kraftfahrzeuge hier in alle zulässigen Richtungen einfahren können. Die Mittelinsel des Kreisels ist dabei gepflastert und mit einem niedrigen Bord versehen, so dass Lkw mit einem größeren Wenderadius die Mitte überfahren können. Pkw werden in der Kreiselfahrbahn um die Mittelinsel geführt. 

 

 

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für die Radfahrer ?

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für die Radfahrer ?

  • Bisher bestehen durch den groß dimensionierten Einmündungsbereich Nibelungenstraße- Mainstraße insbesondere für Radfahrende unklare und schwierige Abbiegesituationen. Durch die Einrichtung eines Kreisverkehrs können diese Nachteile behoben werden.
  • So würden dann Radfahrende, die von der Nibelungenstraße (Planungsbereich) in Richtung Süden (Richtung Schulstraße) einfahren wollen, nicht auf eine Vorfahrtsstraße treffen, sondern könnten entsprechend der im Kreisel herrschenden Vorfahrtsregel fahren (Fahrzeuge, die von links/Süden kommen haben Vorfahrt, da sie sich bereits im Kreisverkehr befinden; Fahrzeuge, die von rechts/Norden kommen, müssen warten bis sie in den Kreisel einfahren können).
  • Radfahrende, die von Norden auf der Mainstraße kommen, könnten zudem über den Kreisel nunmehr sicherer in die Nibelungenstraße gelangen und nicht mehr mit aus der Nibelungenstraße nach Süden ausfahrenden Pkw in Konflikt kommen. Radfahrende fahren hier weiterhin entgegengesetzt zur vorherrschenden Fahrtrichtung in die Nibelungenstraße ein. Sie werden allerdings nun über einen Fahrbahnteiler eindeutig in die Nibelungenstraße geführt und gelangen nicht mehr auf den Gehweg.
  • Weiterführend kann im Planungsbereich der Nibelungenstraße entgegen der Pkw-Fahrtrichtung ein Fahrradstreifen in Richtung Marktstraße angelegt werden.

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für die Fußgänger ?

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für die Fußgänger ?

  • Die wesentliche Veränderung ergibt sich hinsichtlich der Überquerung der Mainstraße: Eine sichere Überquerung der Mainstraße soll zukünftig zwischen Rathaus-Apotheke und dem Hotel Schützenhof über ausreichend breite und tiefe Fahrbahnteiler („Verkehrsinseln“) sowie ggf. weitere Querungshilfen erfolgen.
  • Da die Ampel auf Höhe des Löwenecks für die schwierige Abwicklung des Kfz-Verkehrs und den Rückstau in der Nibelungenstraße mit verantwortlich ist, soll diese entfallen und durch neue Querungshilfen ersetzt und ggf. verlegt werden.
  • Diese Planungsüberlegungen stützen sich auf die einschlägigen Richtlinien der Verkehrsplanung (RaSt 06 – Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen): Danach wären aufgrund der hier vorhandenen Verkehrsmengen und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sogar keine besonderen Querungsstellen für Fußgänger erforderlich – die sichere Überquerung der Mainstraße ist daher durch die neu geplante Querungsstelle am Kreisel im besonderen Maße gewährleistet.
  • Zudem ist auf Höhe der Post und des Parkplatzes eine gesicherte Fußgängerquerung (ein „Zebrastreifen“ oder ggf. auch eine Ampel) angedacht.

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für das Café am historischen Rathaus?

Was verändert sich durch den Kreisverkehr für das Café am historischen Rathaus?

  • Durch den Kreisverkehr können Rückstaus vor dem historischen Rathaus vermindert und damit eine Verbesserung für die Außenbewirtschaftung des Cafés erreicht werden. Die Herstellung des Kreisverkehrs ist allerdings mit einer Ausweitung der Fahrbahnflächen in den direkt angrenzenden Bereichen verbunden. Durch die Veränderung der Einmündung werden daher die bisher als Außenterrasse genutzten Flächen nicht mehr ausreichen, um die Anordnung der Tische in dieser Form zu erhalten.
  • Das Planungskonzept sieht daher eine Neugestaltung der Platzfläche zwischen dem historischem Rathaus und dem Buchladen Pegasos vor, der dann zukünftig für die Außenbewirtung genutzt werden kann. Die jetzige unbefriedigende Situation mit dem nicht mehr funktionstüchtigen Brunnen soll daher aufgewertet werden: Vorgesehen ist ein neuer attraktiver Platzbereich, der gestalterisch auf den Charakter des historischen Rathauses eingeht und abgerückt vom Straßenverkehr eine verbesserte Aufenthaltsqualität erhält.

Wie sollen die Anforderungen der Einzelhandelsbetriebe bzgl. einer störungsfreien Anlieferung von Waren berücksichtigt werden?

Wie sollen die Anforderungen der Einzelhandelsbetriebe bzgl. einer störungsfreien Anlieferung von Waren berücksichtigt werden?

  • Da bisher in der Nibelungenstraße weder klare Regelungen noch besondere Flächen zur Durchführung der Geschäftsbelieferung vorhanden sind und es daher zu Verkehrsbehinderungen und Gehwegparken kommt, wird vorgeschlagen, eine definierte Lieferzone in der Nibelungenstraße, die den Betrieben zwischen Marktstraße und Mainstraße zur Verfügung steht, einzurichten. Auf Grundlage der geführten Gespräche mit ansässigen Geschäftsleuten ist vorgesehen, diese Lieferzone auf Höhe der Raiffeisenbank einzurichten, da diese sich dann im „Einzugsgebiet“ zwischen Blumenladen, Buchhandlung, Metzgerei und NKD befindet.
  • Die Lieferzone soll aufgrund unterschiedlicher Lieferzeiten ohne zeitliche Befristung versehen werden. Sie steht nicht als Pkw-Parkfläche zur Verfügung.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Planung bzgl. der Anlieferung für die einzelnen Betriebe?

Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Planung bzgl. der Anlieferung für die einzelnen Betriebe?

Durch die Einrichtung der zentralen Lieferzone, der nicht als Parkplatz genutzt werden darf, wird eine Fläche fest definiert. Die Waren sind dann zum konkreten Geschäft mit anderen Mitteln weiter zu befördern. Allerdings können für Lieferungen ohne Lkw auch Parkplätze, die näher oder direkt vor einem Geschäft liegen, genutzt werden. Und selbstverständlich ist auch ein Halten von Kfz im Straßenraum nach StVO grundsätzlich möglich; selbst im eingeschränkten Halteverbot kann be- und entladen werden.

Für welche Fahrzeuge ist die Belieferung in der Planung berücksichtigt?

Für welche Fahrzeuge ist die Belieferung in der Planung berücksichtigt?

  • Die Länge der Lieferzone ist an der vorgeschlagenen Stelle vor dem Raiffeisengebäude begrenzt durch die Länge der vorgelagerten Treppe, da hier der vorhandene Platz vor der Treppe noch als Gehweg genutzt werden kann. Der Gehweg würde im weiteren Verlauf zu schmal werden, um die 2,50 m breite Lieferzone anzuordnen. Zudem soll der Antritt zur Fußgängerrampe der Raiffeisenbank freigehalten werden.
  • Es ergibt sich damit eine Länge der Lieferzone von gut 10 m. Die Lieferzone kann damit mit Lkw mittlerer Größe (ohne Anhänger, z.B. 12 t zulässiges Gesamtgewicht) genutzt werden.